Sonntag, 11. August 2013


 Roadtrip South Africa: Woche 1/4!

Nachdem ich (Josi) am Montag, den 5. August, sicher in Kapstadt gelandet war, ging es mir nichts dir nichts sofort auf den Lions Head, da wir das tolle Wetter gleich ausnutzen wollten. Also haben wir nur schnell das Gepäck abgeschmissen und los ging die Wanderung. Bei einer Mischung aus Schwitzen und Frieren, gefährlichen Pfaden und steilen Hängen, wurden wir schließlich mit der atemberaubenden Aussicht auf Kapstadt belohnt – ein toller Beginn für meinen Südafrikaaufenthalt:


Abends haben wir uns dann noch mit Hannes und Sarah die Bäuche in einem tollen Restaurant vollgeschlagen und ließen mit einer Shisha den Abend ausklingen. Am Dienstag sind wir dann auch schon aufgebrochen. Es ging zunächst Richtung Stellenbosch auf der Vier-Pässe-Road bzw. der Weinroute der Kapregion. Leider war das Wetter katastrophal, weshalb kaum bzw. keine schönen Bilder entstanden sind. Es ließ sich leider nur erahnen, in welcher Umgebung wir uns befanden. Da Benny alles schon kannte, musste ich mich mit seinen Erzählungen zufrieden geben: „Da siehst du normalerweise das…, dort wäre jetzt das…“ usw. Das Winetasting ließen wir uns natürlich trotzdem nicht nehmen. Und so sind wir von Winery zu Winery gezogen und haben uns „durchgetrunken“. Es war alles wunderbar lecker, und der Wein hat seine Wirkung auch nicht verfehlt. Übernachtet haben wir dann in Stellenbosch in einer tollen Villa. Unser Zimmer hatte sogar einen Kamin, wir hatten es also sehr gemütlich bei dem (nicht schönen) Starkregen. 
Am Mittwoch war das Wetter leider immer noch nicht besser, eher noch schlechter. Und so haben wir die Route 62, eine der schönsten Straßen Südafrikas, ebenfalls nur bei Starkregen und Hochnebel „genießen“ können. Außerdem war es (zumindest für Josi, frisch aus dem hochsommerlichen Deutschland) bitterlich kalt und ungemütlich. Den Tag haben wir ohnehin nur mit Autofahren verbracht, weshalb es gerade noch zu verkraften war. Abends sind wir dann in Oudtshoorn angekommen – im gefühlten Nichts. Dort, in der Halbwüste, wo wohl seit Monaten kein Tröpfchen gefallen sein soll, erwartete uns ebenfalls wunderschöner Starkregen. Zum Abendbrot wurde uns von Dario und Carmen ein leckeres Straußensteak serviert (wetterbedingt aus der Pfanne), was aber trotzdem sehr lecker war.
Am Donnerstag, meinem Geburtstag, hatte der Regen zwar (fast) nachgelassen, doch leider was es immer noch stark bewölkt. Morgens durfte ich erstmal eine spezielle Geburtstagstour durch die Straußenfarm von Dario und Carmen über mich ergehen lassen. Dies beinhaltete auch die Straußenfütterung, welche zu einer wirklichen Herausforderung wurde. Hälse über Hälse, und Josi mittendrin:

Anschließend sind wir zur Primary School und zum Kindergarten des Ortes gefahren und haben unser Spielzeug abgeladen, was mir Bennys Mama aus Deutschland mitgegeben hatte. Die Schule war wirklich überraschend gut ausgestattet, sogar mit Touchscreen-Beamer an denen die Kinder rechnen und schreiben konnten. Die Schule wurde unter anderem von deutschen „Promis“ wie z.B. Katharina Witt unterstützt. Vor allem die Kindergartenkinder waren total süß. Mit unserem Seifenblasen konnten wir ihnen eine wahre Freude bereiten, und als Dankeschön bekam ich noch ein supersüßen Geburtstagsständchen in Englisch und Afrikaans. Danach haben wir uns .trotz des schlechten Wetters,  dazu entschlossen den Swatberg-Pass zu fahren, da wir beim Blick in die Berge schon Schnee erahnen konnten, und wenn das Wort „Schnee“ fällt, ist es natürlich unmöglich Benjamin davon abzubringen dort hinzufahren. Wirklich verrückt, an einem 8. August einen Schneemann zu bauen. Genau das taten wir „on the top“. Von der Landschaft drumrum ließ sich zunächst wieder eher wenig erahnen, da der Berg komplett in Nebel gehüllt war. Nach unserem Stop im Schnee und nahezu abgefrorenen Gliedmaßen bei unvorstellbar eisigem Wind, erwartete und auf der anderen Seite des Swatbergs dann zumindest eine gute Sicht. Vom tiefsten Winterfeeling fühlten wir uns nun wie am Grand Canyon in den USA. Verrückt. Durch tiefe Schluchten haben wir uns dann den Weg aus dem Tal gebahnt, und wurden dabei noch von einigen mehr oder minder süßen Baboons (Pavianen) begrüßt. Abends kamen dann noch Hannes und Sarah in Oudtshoorn an, und wir verbrachten einen idyllischen Abend am Feuer, mit leckerem Straußensteak vom Grill dank unserer zwei netten Gastgeber.

Geburtstagstisch


Freitag verließen wir Oudtshoorn wieder und fuhren gen Küste. Das nun aufklarende Wetter erhellte zunehmend unsere Stimmung, und wir verbrachten einen sommerlichen Tag und fuhren vorbei an Pässen, Bergen, Wäldern, Schluchten, Flüssen, Stränden. Auf dem Weg genehmigten wir uns noch eine deutsche Bratwurst. Die Fahrt führte uns nach Bredasdorp. Am späten Nachmittag angekommen, entschlossen wir uns aufgrund des tollen Wetters noch fix zum Cape Alguhas zu fahren, dem südlichsten Punkt des afrikanischen Festlandes, und schafften es genau zum Sonnenuntergang.

Samstag fuhren wir in das De Hoop Nature Reserve, bei strahlend blauem Himmel. Es war herrlich. Vorbei an wunderschöner Weidelandschaft erahnten wir schon von weitem die riesigen Sanddünen von De Hoop. Und ich sah mein erstes (richtiges) Tier, abgesehen von den Affen. Es war eine Antilope, was genau, wissen wir nicht:

Die Sanddünen waren einsame Spitze und da wir so früh dran waren (8:30 oder so) waren wir die ersten und einzigen dort. Kaum auf der ersten Düne angekommen, erblickten wir sofort Wale. Unbeschreiblich. Wir entdeckten, dass es nicht nur einer, sondern um die zwanzig, waren. Zumindestens in unserem Blickfeld. Die ganze Küste entlang tummelten sie sich, und wir konnten sogar wilde Sprünge beobachten. Einfach nur awesome. Anschließend sind wir nach Fish Hoek gefahren, mit einem Stop in den südafrikanischen Feldern:


Weil das Wetter so toll war, und wir noch ein wenig Zeit hatten, haben wir uns spontan dazu entschlossen, die Wineroute nochmal abzufahren, diesmal bei schönem Wetter:
 Kurz vor Fish Hoek fuhren wir noch am größten Township Kapstadts vorbei:
 In Fish Hoek erwartete uns einer super Unterkunt mit Blick über die ganze Bucht, total schön. Wir haben uns den Bauch bei einem Inder vollgeschlagen und sind glücklich ins Bett gefallen.
Heute sind wir dann die Kapregion abgefahren:
Hout Bay
Am Capepoint
Muizenberg
On the Road
Pinguine in Simon's Town
Riesiger Markt
Lecker Sushi
On the Road
 Angekommen in Camps Bay (bei Kapstadt) verbringen wir nun zwei Nächte á la créme de la créme. Anlässlich meines Geburtstages leben wir mal kurz über unseren Verhältnissen. Bei Betreten des Zimmers haben mich Blumen und Champagner angelächelt, den wir mit Blick auf`s Meer auf unserem Balkon geschlürft haben. Später haben wir noch den Sonnenuntergang im Jacuzzi genossen. Den Abend haben wir dann mit bestem Seafood ausklingen lassen.
Dienstag geht es dann mit dem Flieger nach Johannesburg, mal sehen, wann wir es schaffen, uns das nächste Mal zu melden. Bis dahin, haltet die Ohren steif.


Liebe Grüße aus Südafrika, Benny & Josi





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