Roadtrip South Africa: Woche 1/4!
Nachdem ich (Josi) am Montag, den 5. August, sicher in
Kapstadt gelandet war, ging es mir nichts dir nichts sofort auf den Lions Head,
da wir das tolle Wetter gleich ausnutzen wollten. Also haben wir nur schnell
das Gepäck abgeschmissen und los ging die Wanderung. Bei einer Mischung aus
Schwitzen und Frieren, gefährlichen Pfaden und steilen Hängen, wurden wir
schließlich mit der atemberaubenden Aussicht auf Kapstadt belohnt – ein toller Beginn
für meinen Südafrikaaufenthalt:
Abends haben wir uns dann noch mit Hannes und Sarah die
Bäuche in einem tollen Restaurant vollgeschlagen und ließen mit einer Shisha
den Abend ausklingen. Am Dienstag sind wir dann auch schon aufgebrochen. Es ging
zunächst Richtung Stellenbosch auf der Vier-Pässe-Road bzw. der Weinroute der
Kapregion. Leider war das Wetter katastrophal, weshalb kaum bzw. keine schönen
Bilder entstanden sind. Es ließ sich leider nur erahnen, in welcher Umgebung
wir uns befanden. Da Benny alles schon kannte, musste ich mich mit seinen
Erzählungen zufrieden geben: „Da siehst du normalerweise das…, dort wäre jetzt
das…“ usw. Das Winetasting ließen wir uns natürlich trotzdem nicht nehmen. Und
so sind wir von Winery zu Winery gezogen und haben uns „durchgetrunken“. Es war
alles wunderbar lecker, und der Wein hat seine Wirkung auch nicht verfehlt. Übernachtet haben wir
dann in Stellenbosch in einer tollen Villa. Unser Zimmer hatte sogar einen
Kamin, wir hatten es also sehr gemütlich bei dem (nicht schönen) Starkregen.
Am Mittwoch war das Wetter leider immer noch nicht besser,
eher noch schlechter. Und so haben wir die Route 62, eine der schönsten Straßen
Südafrikas, ebenfalls nur bei Starkregen und Hochnebel „genießen“ können.
Außerdem war es (zumindest für Josi, frisch aus dem hochsommerlichen
Deutschland) bitterlich kalt und ungemütlich. Den Tag haben wir ohnehin nur mit
Autofahren verbracht, weshalb es gerade noch zu verkraften war. Abends sind wir
dann in Oudtshoorn angekommen – im gefühlten Nichts. Dort, in der Halbwüste, wo
wohl seit Monaten kein Tröpfchen gefallen sein soll, erwartete uns ebenfalls
wunderschöner Starkregen. Zum Abendbrot wurde uns von Dario und Carmen ein
leckeres Straußensteak serviert (wetterbedingt aus der Pfanne), was aber
trotzdem sehr lecker war.
Am Donnerstag, meinem Geburtstag, hatte der Regen zwar
(fast) nachgelassen, doch leider was es immer noch stark bewölkt. Morgens
durfte ich erstmal eine spezielle Geburtstagstour durch die Straußenfarm von
Dario und Carmen über mich ergehen lassen. Dies beinhaltete auch die
Straußenfütterung, welche zu einer wirklichen Herausforderung wurde. Hälse über
Hälse, und Josi mittendrin:
Anschließend sind wir zur Primary School und zum
Kindergarten des Ortes gefahren und haben unser Spielzeug abgeladen, was mir
Bennys Mama aus Deutschland mitgegeben hatte. Die Schule war wirklich
überraschend gut ausgestattet, sogar mit Touchscreen-Beamer an denen die Kinder
rechnen und schreiben konnten. Die Schule wurde unter anderem von deutschen „Promis“
wie z.B. Katharina Witt unterstützt. Vor allem die Kindergartenkinder waren total
süß. Mit unserem Seifenblasen konnten wir ihnen eine wahre Freude bereiten, und
als Dankeschön bekam ich noch ein supersüßen Geburtstagsständchen in Englisch
und Afrikaans. Danach haben wir uns .trotz des schlechten Wetters, dazu entschlossen den Swatberg-Pass zu fahren,
da wir beim Blick in die Berge schon Schnee erahnen konnten, und wenn das Wort „Schnee“
fällt, ist es natürlich unmöglich Benjamin davon abzubringen dort hinzufahren.
Wirklich verrückt, an einem 8. August einen Schneemann zu bauen. Genau das
taten wir „on the top“. Von der Landschaft drumrum ließ sich zunächst wieder
eher wenig erahnen, da der Berg komplett in Nebel gehüllt war. Nach unserem
Stop im Schnee und nahezu abgefrorenen Gliedmaßen bei unvorstellbar eisigem
Wind, erwartete und auf der anderen Seite des Swatbergs dann zumindest eine
gute Sicht. Vom tiefsten Winterfeeling fühlten wir uns nun wie am Grand Canyon
in den USA. Verrückt. Durch tiefe Schluchten haben wir uns dann den Weg aus dem
Tal gebahnt, und wurden dabei noch von einigen mehr oder minder süßen Baboons (Pavianen)
begrüßt. Abends kamen dann noch Hannes und Sarah in Oudtshoorn an, und wir
verbrachten einen idyllischen Abend am Feuer, mit leckerem Straußensteak vom
Grill dank unserer zwei netten Gastgeber.
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| Geburtstagstisch |
Freitag verließen wir Oudtshoorn wieder und fuhren gen
Küste. Das nun aufklarende Wetter erhellte zunehmend unsere Stimmung, und wir
verbrachten einen sommerlichen Tag und fuhren vorbei an Pässen, Bergen,
Wäldern, Schluchten, Flüssen, Stränden. Auf dem Weg genehmigten wir uns noch
eine deutsche Bratwurst. Die Fahrt führte uns nach Bredasdorp. Am späten Nachmittag
angekommen, entschlossen wir uns aufgrund des tollen Wetters noch fix zum Cape
Alguhas zu fahren, dem südlichsten Punkt des afrikanischen Festlandes, und
schafften es genau zum Sonnenuntergang.
Samstag fuhren wir in das De Hoop Nature Reserve, bei
strahlend blauem Himmel. Es war herrlich. Vorbei an wunderschöner
Weidelandschaft erahnten wir schon von weitem die riesigen Sanddünen von De
Hoop. Und ich sah mein erstes (richtiges) Tier, abgesehen von den Affen. Es war
eine Antilope, was genau, wissen wir nicht:
Die Sanddünen waren einsame Spitze und da wir so früh dran
waren (8:30 oder so) waren wir die ersten und einzigen dort. Kaum auf der
ersten Düne angekommen, erblickten wir sofort Wale. Unbeschreiblich. Wir
entdeckten, dass es nicht nur einer, sondern um die zwanzig, waren.
Zumindestens in unserem Blickfeld. Die ganze Küste entlang tummelten sie sich,
und wir konnten sogar wilde Sprünge beobachten. Einfach nur awesome.
Anschließend sind wir nach Fish Hoek gefahren, mit einem Stop in den
südafrikanischen Feldern:
Weil das Wetter so toll war, und wir noch ein wenig Zeit hatten, haben wir uns spontan dazu entschlossen, die Wineroute nochmal abzufahren, diesmal bei schönem Wetter:
Kurz vor Fish Hoek fuhren wir noch am größten Township Kapstadts vorbei:
In Fish Hoek erwartete uns einer super Unterkunt mit Blick
über die ganze Bucht, total schön. Wir haben uns den Bauch bei einem Inder
vollgeschlagen und sind glücklich ins Bett gefallen.
Heute sind wir dann die
Kapregion abgefahren:
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| Hout Bay |
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| Am Capepoint |
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| Muizenberg |
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| On the Road |
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| Pinguine in Simon's Town |
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| Riesiger Markt |
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| Lecker Sushi |
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| On the Road |
Angekommen in Camps
Bay (bei Kapstadt) verbringen wir nun zwei Nächte á la créme de la créme.
Anlässlich meines Geburtstages leben wir mal kurz über unseren Verhältnissen.
Bei Betreten des Zimmers haben mich Blumen und Champagner angelächelt, den wir
mit Blick auf`s Meer auf unserem Balkon geschlürft haben. Später haben wir noch
den Sonnenuntergang im Jacuzzi genossen. Den Abend haben wir dann mit bestem Seafood ausklingen lassen.
Dienstag geht es dann mit dem Flieger nach Johannesburg, mal
sehen, wann wir es schaffen, uns das nächste Mal zu melden. Bis dahin, haltet
die Ohren steif.
Liebe Grüße aus Südafrika, Benny & Josi






















































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