You don`t need a holiday, you just need Cape Town!!!
Erst einmal sorryyy für das
verspätete Schreiben! Wir hatten in den letzten Tagen sehr viel Programm und
unser Stimmungsbarometer ist mittlerweile ganz oben angekommen!! Aber alles der
Reihe nach…seit unserer Ankunft besserte sich das Wetter, hier in Cape Town,
sodass wir den Sunset Beach immer mehr genießen können. Um euch alle ein wenig neidisch
zu machen ein paar schöne Bilder, die wir nach dem Feierabend am Strand
aufgenommen haben. Jaaaaaaaaaaa es ist der pure Luxus nach dem Feierabend an so
einen tollen Strand gehen zu können und Meeresluft zu schnuppern. Das ist
schön, egal bei welchem Wetter und zu welcher Jahreszeit.
Naja unseren schönen Sunset Beach
habt ihr ja das letzte Mal schon kennen gelernt, sodass wir heut ein paar
andere Sachen von Kapstadt zeigen wollen. Fangen wir da an, wo wir das letzte
Mal aufgehört haben: unser erster Arbeitstag.
Unser Navi führte uns zuverlässig
wie fast immer ans Ziel- nach Rosendal. Bei „Ritztrade“ angekommen, erwartete
uns ein etwas kleineres Büro als gedacht. Später wurde uns erklärt, dass sich
die Firma auf Grund von Internetproblemen verkleinern musste. Keine Ahnung
wieso man da nicht einfach den Anbieter wechseln kann, wenn man drei Monate
kein Internet hat, aber egal. Nach unserer Ankunft wurden wir freundlich und
herzlich von Detlev, unserem Chef, begrüßt. Er erzählte uns einige Dinge über
sich und seiner Firma, wie er nach Südafrika gekommen ist und noch ein paar
weiteren Floskeln aus seinem Leben. Jedenfalls liegt unser Büro, in dem wir
arbeiten im Privathaus von Detlev und Ulrike-unseren Chefs. Wir teilen uns das
Büro mit Ernst, der sich um die Buchungen kümmert und dabei jeden Tag vor sich
hersummt. Zu dem kleinen Betrieb gehört noch der Web-Master Rainer, der öfters
mal lautstarke aber sachliche Diskussionen mit Detlev über die Gestaltung der
Websites führt. Apropos Websites, unsere Aufgabe ist es nun, seit mittlerweile
einer Woche, Bilder auf der Internetseite: www.kapstadt-guide.de einzufügen. Diese
sehr eintönige Arbeit wird dadurch erschwert, dass wir öfter mal alles neu
machen müssen und unsere Arbeit umsonst war. Das kann unter Umständen nicht
gerade sehr motivierend auf uns wirken, weshalb wir während der Arbeitszeit
über Facebook für euch erreichbar sind, wie wir gestehen müssen. Alles in allem
sind wir dort herzlich aufgenommen wurden. Detlev hat uns in der ersten Woche
das typische „english breakfast“ hier in Südafrika kosten lassen und auch schon
andere Delikatessen wie Leber serviert, yummie. Kulinarisch sind wir echt
zufrieden hier in Kapstadt. Weiterhin ist er gleich mit uns einkaufen gefahren,
sodass wir uns den einen oder anderen Pullover noch zulegen konnten. Ja südafrikanische Tage können auch einmal frisch und unangenehm sein. Es gibt
alles was das Herz begehrt und Linda liiiiiiiiiiebt das leckere und recht
günstige Obst hier. Auch Nutella gibt es hier, ihr merkt wir sind bestens
versorgt. Nur Bennys Trinkverhalten macht mir Sorgen, da ich ungefähr mehr als
doppelt so viel trinke wie er, was an unseren 5 Liter Flaschen deutlich zu
erkennen ist. Aber ich nehme die Mission an, Benny zum Trinken zu bewegen und man sieht er gibt sich Mühe mehr zu trinken. Aber den „leckeren“ Kaffee, den
Detlev ihm jeden Morgen zubereitet, kippt er trotzdem heimlich weg, denn dieser
ist mit gefühlten 3 Löffeln Zucker bestückt. Unsere Büroausstattung könnt ihr
dem Foto unten entnehmen. Der Stuhl ist so bequem, dass ich ihn gar nicht
hergeben wollte, fairer Weise tauschen wir diesen tollen geflochtenen Stuhl
aber einmal am Tag gegen den normalen Bürostuhl.
Unsere Freundin Gina, die ihr
unten auf dem Foto seht, liebt die Streicheleinheiten in den Pausen. Wir
überlegen auch sie mal mit zum joggen zu nehmen, da die Marshmallows wohl doch
etwas auf die Hüfte schlagen bei ihr. Der zweite Hund heißt Rocky und hat
Verdauungsprobleme, wie wir auch schon mitbekommen durften, komisch wenn er
doch drei Zwiebeln in der Woche bekommt. Benny hat die Chance genutzt in den
Pausen ein paar Fotos von dem Ausblick auf Arbeit zu machen, auch Leo hat schon
einen Freund gefunden. Wie man sieht hat Detlev einen wunderbaren Ausblick auf die
Weinberge von Stellenbosch. Die Gipfel sind sogar von Schnee bedeckt, was nicht
allzu oft vorkommt. Im Vordergrund die Plamen und im Hintergrund die hiesigen
Gebirgsketten mit den schneebedeckten Gipfeln…einfach ein Traum!!
Nach der Arbeit haben wir letzte
Woche unsere neuen Freunde hier aus Kapstadt, zum Braai eingeladen, was einem
Barbecue entspricht, man aber auf keinen Fall so nennen darf. Jeder bringt sein
eigenes Essen und Bier mit und dann wird gegrillt. Im Prinzip ist es nix
anderes als ein typisches Barbecue wie in Australien. Die Südafrikaner wollen
sich nur ein wenig distanzieren!! Es war ein schöner warmer Sommer- äh nein
Winterabend. Unseren Grill könnt ihr unten bestaunen.
Vor dem Braai waren wir
am Strand den Sonnenuntergang bei einem kühlen Savanna Dry bestaunen. Savanna
Dry Lindas neues Lieblingsbier, obwohl sie sonst nie Bier trinkt. Benny bevorzugt
lieber Windhoek. Aber auch den Wein für den Südafrika bekannt ist, haben wir
schon beim Chinesen um die Ecke probiert. Der war erstaunlich gut. Aber nicht,
dass ihr jetzt denkt wir würden nur Alkohol trinken, nein, am Samstag gingen
wir ausgiebig Essen auf dem Biscuit Market. In der Biscuit Mill gibt es
zahlreiche Stände aus aller Welt, mit allen möglichen gut riechenden Sachen, zu
günstigen Preisen. Wir probierten dann aber doch deutschen Flammkuchen. Benny
zur Hälfte in der klassischen Variation, ich zur Hälfte in vegetarischer
Ausführung. Und wir stellten fest: deutscher Flammkuchen ist echt lecker,
obwohl es auch unser erster war, den wir natürlich in Südafrika probierten- wo
auch sonst. Ein Gruppenfoto im Trubel der Menschen rundete den Besuch dort ab.
Beim Verlassen des Marktes wurden wir auf einen Stand aufmerksam, der uns
lehrte, dass Kokosnüsse unser Leben retten können. Wir lernen jeden Tag wieder
etwas dazu.
Weiter ging es dann am Samstagmittag
mit einer Hop-on, Hop-off Stadtrundfahrt im roten Doppeldeckerbus. Wir suchten
uns ein gemütliches Plätzchen oberhalb des Busses und los ging die Fahrt. Wir
entdeckten all die schönen Gegenden Kapstadts: Bo-Kaap mit seinen einzigartigen
bunten Häusern, den atemberaubenden Ausblick auf der Hälfte des Tafelbergs (wie
wird es wohl erst von ganz oben sein?!) und die traumhaften, bilderbuchreifen
Strände an der Küste des Indischen Ozeans wie Camps Bay, wo es heißt „Sehen und
Gesehen werden“. Trotz kleiner Regenschauer, war die Stadtrundfahrt so schön
bzw. die Landschaft hier so schön, dass wir Pipi in den Augen hatten bei diesen
Ausblicken. Das Wetter hatte auch etwas Positives: das Foto mit dem Regenbogen,
der gefühlt den ganzen Tag zu sehen war. Benny ist von Kapstadt sowas von
begeistert, dass er es 1000 Mal besser findet als Australien.
Am Sonntagmorgen fuhren wir nach
Camps Bay, um noch einmal diesen traumhaften Strand von nahem zu betrachten.
Wir frühstückten edel am Strandboulevard und danach ging es gestärkt an der Victoria
Road entlang nach Hout Bay (das Frühstück kostete uns kein Vermögen wie man
wohl denken könnte…nein es war erstaunlich preiswert für diesen tollen
Ausblick). Unterwegs hielten wir oft an, um die einmaligen Landschaften
festzuhalten. Bei sonnigem Wetter erschienen diese paradiesisch. Am Hafen von
Hout Bay trafen wir auf einen Seehund und eine niedliche Robbe. Die Robben
sowie Seelöwen tummeln sich oft am Hafen, weil sie wissen die Fischrest der
Fischer zu bekommen. Wir betrachteten den großen Seehund aus nächster Nähe, als
dieser aber auf uns zukam, suchten wir schnell das Weite, weil der doch etwas gefährlich
erschien. Auch auf der Rücktour hielten wir zahlreiche Male an, um Fotos von
der tollen Landschaft zu machen, aber seht sie euch selbst an...
![]() |
| Unser dekadentes Frühstück |
Mittags startete
dann unsere Robben-Island-Tour von der Waterfront, einem Hafen in der
Innenstadt mit viel Trubel und afrikanischer Musik, aus. Auf der schwankenden
Bootsfahrt verstanden wir, warum das Schiffskarussell gebaut wurde. Auf Pillen
gegen Seekrankheit verzichteten wir aber, da auf den vertrauenswürdigen
Automaten stand, dass diese auf eigene Gefahr einzunehmen sind.
Auf Robben
Island ging es mit einer Bustour über die Insel weiter, die dann am Gefängnis
von Nelson Mandela endete. Wir bekamen dort eine Führung von einem ehemaligen
Inhaftierten und realisierten die traurige Geschichte der Apartheid. Auf der
Bootsfahrt zurück nach Kapstadt konnten wir dann endlich südafrikanische Kappinguine
sehen. Natürlich auch neugierig, steckten sie ihren Kopf hinaus um zu erspähen
wer sich denn da in ihr Territorium bewegt. Die waren soooo süß und hoffentlich
sehen wir bald wieder welche. Den Sonnenuntergang wollten wir dann auf dem
Signal Hill genießen. Da unser Boot aber leichte Verspätung hatte, schafften
wir dies nicht mehr ganz, hatten aber einen tollen Ausblick auf Kapstadt bei
Nacht.
Den verpassten Sonnenuntergang
holten wir dann am Montag nach. Nach Feierabend wollten wir gemütlich mit
unseren Freunden auf den Lions Head wandern. Aus der Wanderung wurde aber
richtiges Bergsteigen. Zuerst führte ein Wanderweg den Berg hoch, danach Stufen
und irgendwann nur noch Felsen. Wir mussten klettern, was an manchen Stellen
sicher nicht ungefährlich war, aber hey wir leben noch, keine Angst. Da ich
nicht ganz schwindelfrei bin, wollte ich kurz vor Schluss abbrechen, aber Benny
und die anderen ermutigten mich weiter zu machen. Die Aussicht entschädigte
dann für die Strapazen und Angstzustände beim Aufstieg. Wir sahen den bisher
schönsten Sonnenuntergang hier. Meine Befürchtung galt aber dem Abstieg, ich
überlegte schon oben auf dem Berg zu wohnen und erzählte Johanna schon mal mein
Testament. Letztendlich haben wir es doch heil nach unten geschafft und wir
waren überglücklich und stolz, dass wir diesen Berg bezwungen haben und diese
Aussicht genießen konnten.
Nach diesem Wochenende haben wir
das Fazit gezogen: „You don´t need a holiday, you just need Cape Town.“ Linda & Benny sind absolut
überwältig von der Schönheit Kapstadts und dessen Umgebung! Die zahlreichen
Reiseführer haben ja schon auf einiges hingewiesen, jedoch ist die Natur noch
um einiges schöner, wenn man sie persönlich entdecken kann.
Wir freuen uns auf weitere tolle
Erlebnisse in Kapstadt!!
Bis bald liebes Deutschland!!









































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