Dienstag, 11. Juni 2013

You don`t need a holiday, you just need Cape Town!!!


Erst einmal sorryyy für das verspätete Schreiben! Wir hatten in den letzten Tagen sehr viel Programm und unser Stimmungsbarometer ist mittlerweile ganz oben angekommen!! Aber alles der Reihe nach…seit unserer Ankunft besserte sich das Wetter, hier in Cape Town, sodass wir den Sunset Beach immer mehr genießen können. Um euch alle ein wenig neidisch zu machen ein paar schöne Bilder, die wir nach dem Feierabend am Strand aufgenommen haben. Jaaaaaaaaaaa es ist der pure Luxus nach dem Feierabend an so einen tollen Strand gehen zu können und Meeresluft zu schnuppern. Das ist schön, egal bei welchem Wetter und zu welcher Jahreszeit.




Naja unseren schönen Sunset Beach habt ihr ja das letzte Mal schon kennen gelernt, sodass wir heut ein paar andere Sachen von Kapstadt zeigen wollen. Fangen wir da an, wo wir das letzte Mal aufgehört haben: unser erster Arbeitstag.
Unser Navi führte uns zuverlässig wie fast immer ans Ziel- nach Rosendal. Bei „Ritztrade“ angekommen, erwartete uns ein etwas kleineres Büro als gedacht. Später wurde uns erklärt, dass sich die Firma auf Grund von Internetproblemen verkleinern musste. Keine Ahnung wieso man da nicht einfach den Anbieter wechseln kann, wenn man drei Monate kein Internet hat, aber egal. Nach unserer Ankunft wurden wir freundlich und herzlich von Detlev, unserem Chef, begrüßt. Er erzählte uns einige Dinge über sich und seiner Firma, wie er nach Südafrika gekommen ist und noch ein paar weiteren Floskeln aus seinem Leben. Jedenfalls liegt unser Büro, in dem wir arbeiten im Privathaus von Detlev und Ulrike-unseren Chefs. Wir teilen uns das Büro mit Ernst, der sich um die Buchungen kümmert und dabei jeden Tag vor sich hersummt. Zu dem kleinen Betrieb gehört noch der Web-Master Rainer, der öfters mal lautstarke aber sachliche Diskussionen mit Detlev über die Gestaltung der Websites führt. Apropos Websites, unsere Aufgabe ist es nun, seit mittlerweile einer Woche, Bilder auf der Internetseite: www.kapstadt-guide.de einzufügen. Diese sehr eintönige Arbeit wird dadurch erschwert, dass wir öfter mal alles neu machen müssen und unsere Arbeit umsonst war. Das kann unter Umständen nicht gerade sehr motivierend auf uns wirken, weshalb wir während der Arbeitszeit über Facebook für euch erreichbar sind, wie wir gestehen müssen. Alles in allem sind wir dort herzlich aufgenommen wurden. Detlev hat uns in der ersten Woche das typische „english breakfast“ hier in Südafrika kosten lassen und auch schon andere Delikatessen wie Leber serviert, yummie. Kulinarisch sind wir echt zufrieden hier in Kapstadt. Weiterhin ist er gleich mit uns einkaufen gefahren, sodass wir uns den einen oder anderen Pullover noch zulegen konnten. Ja südafrikanische Tage können auch einmal frisch und unangenehm sein. Es gibt alles was das Herz begehrt und Linda liiiiiiiiiiebt das leckere und recht günstige Obst hier. Auch Nutella gibt es hier, ihr merkt wir sind bestens versorgt. Nur Bennys Trinkverhalten macht mir Sorgen, da ich ungefähr mehr als doppelt so viel trinke wie er, was an unseren 5 Liter Flaschen deutlich zu erkennen ist. Aber ich nehme die Mission an, Benny zum Trinken zu bewegen und man sieht er gibt sich Mühe mehr zu trinken. Aber den „leckeren“ Kaffee, den Detlev ihm jeden Morgen zubereitet, kippt er trotzdem heimlich weg, denn dieser ist mit gefühlten 3 Löffeln Zucker bestückt. Unsere Büroausstattung könnt ihr dem Foto unten entnehmen. Der Stuhl ist so bequem, dass ich ihn gar nicht hergeben wollte, fairer Weise tauschen wir diesen tollen geflochtenen Stuhl aber einmal am Tag gegen den normalen Bürostuhl. 

Unsere Freundin Gina, die ihr unten auf dem Foto seht, liebt die Streicheleinheiten in den Pausen. Wir überlegen auch sie mal mit zum joggen zu nehmen, da die Marshmallows wohl doch etwas auf die Hüfte schlagen bei ihr. Der zweite Hund heißt Rocky und hat Verdauungsprobleme, wie wir auch schon mitbekommen durften, komisch wenn er doch drei Zwiebeln in der Woche bekommt. Benny hat die Chance genutzt in den Pausen ein paar Fotos von dem Ausblick auf Arbeit zu machen, auch Leo hat schon einen Freund gefunden. Wie man sieht hat Detlev einen wunderbaren Ausblick auf die Weinberge von Stellenbosch. Die Gipfel sind sogar von Schnee bedeckt, was nicht allzu oft vorkommt. Im Vordergrund die Plamen und im Hintergrund die hiesigen Gebirgsketten mit den schneebedeckten Gipfeln…einfach ein Traum!!




Nach der Arbeit haben wir letzte Woche unsere neuen Freunde hier aus Kapstadt, zum Braai eingeladen, was einem Barbecue entspricht, man aber auf keinen Fall so nennen darf. Jeder bringt sein eigenes Essen und Bier mit und dann wird gegrillt. Im Prinzip ist es nix anderes als ein typisches Barbecue wie in Australien. Die Südafrikaner wollen sich nur ein wenig distanzieren!! Es war ein schöner warmer Sommer- äh nein Winterabend. Unseren Grill könnt ihr unten bestaunen. 


Vor dem Braai waren wir am Strand den Sonnenuntergang bei einem kühlen Savanna Dry bestaunen. Savanna Dry Lindas neues Lieblingsbier, obwohl sie sonst nie Bier trinkt. Benny bevorzugt lieber Windhoek. Aber auch den Wein für den Südafrika bekannt ist, haben wir schon beim Chinesen um die Ecke probiert. Der war erstaunlich gut. Aber nicht, dass ihr jetzt denkt wir würden nur Alkohol trinken, nein, am Samstag gingen wir ausgiebig Essen auf dem Biscuit Market. In der Biscuit Mill gibt es zahlreiche Stände aus aller Welt, mit allen möglichen gut riechenden Sachen, zu günstigen Preisen. Wir probierten dann aber doch deutschen Flammkuchen. Benny zur Hälfte in der klassischen Variation, ich zur Hälfte in vegetarischer Ausführung. Und wir stellten fest: deutscher Flammkuchen ist echt lecker, obwohl es auch unser erster war, den wir natürlich in Südafrika probierten- wo auch sonst. Ein Gruppenfoto im Trubel der Menschen rundete den Besuch dort ab. Beim Verlassen des Marktes wurden wir auf einen Stand aufmerksam, der uns lehrte, dass Kokosnüsse unser Leben retten können. Wir lernen jeden Tag wieder etwas dazu.







Weiter ging es dann am Samstagmittag mit einer Hop-on, Hop-off Stadtrundfahrt im roten Doppeldeckerbus. Wir suchten uns ein gemütliches Plätzchen oberhalb des Busses und los ging die Fahrt. Wir entdeckten all die schönen Gegenden Kapstadts: Bo-Kaap mit seinen einzigartigen bunten Häusern, den atemberaubenden Ausblick auf der Hälfte des Tafelbergs (wie wird es wohl erst von ganz oben sein?!) und die traumhaften, bilderbuchreifen Strände an der Küste des Indischen Ozeans wie Camps Bay, wo es heißt „Sehen und Gesehen werden“. Trotz kleiner Regenschauer, war die Stadtrundfahrt so schön bzw. die Landschaft hier so schön, dass wir Pipi in den Augen hatten bei diesen Ausblicken. Das Wetter hatte auch etwas Positives: das Foto mit dem Regenbogen, der gefühlt den ganzen Tag zu sehen war. Benny ist von Kapstadt sowas von begeistert, dass er es 1000 Mal besser findet als Australien.




Am Sonntagmorgen fuhren wir nach Camps Bay, um noch einmal diesen traumhaften Strand von nahem zu betrachten. Wir frühstückten edel am Strandboulevard und danach ging es gestärkt an der Victoria Road entlang nach Hout Bay (das Frühstück kostete uns kein Vermögen wie man wohl denken könnte…nein es war erstaunlich preiswert für diesen tollen Ausblick). Unterwegs hielten wir oft an, um die einmaligen Landschaften festzuhalten. Bei sonnigem Wetter erschienen diese paradiesisch. Am Hafen von Hout Bay trafen wir auf einen Seehund und eine niedliche Robbe. Die Robben sowie Seelöwen tummeln sich oft am Hafen, weil sie wissen die Fischrest der Fischer zu bekommen. Wir betrachteten den großen Seehund aus nächster Nähe, als dieser aber auf uns zukam, suchten wir schnell das Weite, weil der doch etwas gefährlich erschien. Auch auf der Rücktour hielten wir zahlreiche Male an, um Fotos von der tollen Landschaft zu machen, aber seht sie euch selbst an...






Unser dekadentes Frühstück







Mittags startete dann unsere Robben-Island-Tour von der Waterfront, einem Hafen in der Innenstadt mit viel Trubel und afrikanischer Musik, aus. Auf der schwankenden Bootsfahrt verstanden wir, warum das Schiffskarussell gebaut wurde. Auf Pillen gegen Seekrankheit verzichteten wir aber, da auf den vertrauenswürdigen Automaten stand, dass diese auf eigene Gefahr einzunehmen sind. 



Auf Robben Island ging es mit einer Bustour über die Insel weiter, die dann am Gefängnis von Nelson Mandela endete. Wir bekamen dort eine Führung von einem ehemaligen Inhaftierten und realisierten die traurige Geschichte der Apartheid. Auf der Bootsfahrt zurück nach Kapstadt konnten wir dann endlich südafrikanische Kappinguine sehen. Natürlich auch neugierig, steckten sie ihren Kopf hinaus um zu erspähen wer sich denn da in ihr Territorium bewegt. Die waren soooo süß und hoffentlich sehen wir bald wieder welche. Den Sonnenuntergang wollten wir dann auf dem Signal Hill genießen. Da unser Boot aber leichte Verspätung hatte, schafften wir dies nicht mehr ganz, hatten aber einen tollen Ausblick auf Kapstadt bei Nacht.






Den verpassten Sonnenuntergang holten wir dann am Montag nach. Nach Feierabend wollten wir gemütlich mit unseren Freunden auf den Lions Head wandern. Aus der Wanderung wurde aber richtiges Bergsteigen. Zuerst führte ein Wanderweg den Berg hoch, danach Stufen und irgendwann nur noch Felsen. Wir mussten klettern, was an manchen Stellen sicher nicht ungefährlich war, aber hey wir leben noch, keine Angst. Da ich nicht ganz schwindelfrei bin, wollte ich kurz vor Schluss abbrechen, aber Benny und die anderen ermutigten mich weiter zu machen. Die Aussicht entschädigte dann für die Strapazen und Angstzustände beim Aufstieg. Wir sahen den bisher schönsten Sonnenuntergang hier. Meine Befürchtung galt aber dem Abstieg, ich überlegte schon oben auf dem Berg zu wohnen und erzählte Johanna schon mal mein Testament. Letztendlich haben wir es doch heil nach unten geschafft und wir waren überglücklich und stolz, dass wir diesen Berg bezwungen haben und diese Aussicht genießen konnten.







Nach diesem Wochenende haben wir das Fazit gezogen: „You don´t need a holiday, you just need Cape Town.“ Linda & Benny sind absolut überwältig von der Schönheit Kapstadts und dessen Umgebung! Die zahlreichen Reiseführer haben ja schon auf einiges hingewiesen, jedoch ist die Natur noch um einiges schöner, wenn man sie persönlich entdecken kann.

Wir freuen uns auf weitere tolle Erlebnisse in Kapstadt!!


Bis bald liebes Deutschland!!

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