Freitag war unser letzter Arbeitstag, weswegen wir uns mit einem
Brunch nach 7 Wochen verabschiedeten. Detlev öffnete seinen besten
Champagner und lud uns auch zukünftig wieder gern zu einem Besuch ein.
Wir verließen Freitag unseren Arbeitsplatz mit einem weinenden und
lachenden Auge, denn wir haben uns ja sehr gut verstanden mit unseren
Kollegen. Dennoch siegte die Vorfreude auf unseren Urlaub. Linda freut
sich auf 7 Wochen Urlaub und Benny, da er seinen Studienort auf
Mannheim verlegt auf 6 Wochen!!! Der Wahnsinn…..wir begannen unseren
Urlaub mit einem Ausflug an die V&A Waterfront, wo wir einige
Souveniers shoppten. Abends galt es unseren letzten Arbeitstag zu
feieren, weswegen wir die Diskotheken in Table View entdecken wollten,
unserem Nachbarviertel. Allerdings stellten sich diese, naja sagen wir
mal als speziell dar. Sehr viel Elektromusik, weswegen unser Abend früh
endete. Wir wollten schließlich auch fit für den nächsten Tag sein. Denn
bevor wir auf der Garden Route starteten, starteten wir eine
Wochenendtour an die Westküste und in die Cederberge.
Samstag
fuhren wir die Westküste entlang Richtung Norden. Sarah, Hannes und Nils
folgten uns an diesem Tag und Geli begleitete uns das gesamte
Wochenende. Unser erster Stop war der „West Coast National Park“, der
eine Vielzahl an Wildvögeln bietet. Besonders im Frühling soll der Park
sowie auch die gesamte Route von Blumenmeeren bedeckt sein. Auch uns bot
sich ein schöner landschaftlicher Anblick, wie wir es von Südafrika
kennen.
Weiter ging unsere Tour über Helenas Bay nach Langebaan, wo wir
in einem Strandimbiss Mittag mit allen aßen. Nach einem kurzen Abstecher
zur seichten Lagune fuhren wir weiter nach Paternoster, wo es ebenfalls
einen schönen Strand gibt. An dieser Stelle verließen uns Sarah, Hannes
und Nils, da sie noch ein Winetasting vor hatten.
Für uns drei ging die
Fahrt in das Fischerdorf Lambert’s Bay weiter, welches 13 Fischfabriken
besitzt. Wir waren im einzigen Hotel vor Ort untergebracht und
verließen unseren Family Room gleich für einen Strandspaziergang. Der
Strand ist berühmt für seine großen Dünen. Nach dem Sonnenuntergang
gingen wir in ein Fischrestaurant, was unser Reiseführer empfohlen
hatte. Das “Isabella’s“ ist optisch eher unscheinbar, serviert aber
tolles Seafood. Wir bestellten zu dritt eine Fischplatte, auf der wir
allerhand Fischsorten und Garnelen vorfanden. Sehr satt gingen wir
zurück ins Hotel, wo wir noch Minilampen für den nächsten Morgen
bekamen, da der Strom für diesen Tag abgestellt wurde. Nach einer
erholsamen Nacht, hatten wir dann ein „Breakfast in the dark“. Mit
Laternen erkundeten wir das Frühstücksbuffet.
Unsere Reise ging dann
weiter in die Cederberge. Von Clanwilliam aus sollte es losgehen, aber
die erste Straße die wir überqueren wollten auf unserer Route war
geflutet. Glücklicherweise waren noch andere Leute vor Ort, die so nett
waren und uns einen alternativen Weg zeigten. Wir folgten Ihnen also ein
Stück und los ging es in die Cederberge. Die Landschaft dort erinnerte
sehr an die Grand Canyons in den USA. Schwer vorzustellen war es für
uns, wie diese einzelnen Felsen mitten in die Landschaft geschoben
wurden. Zuerst wollten wir das „Maltese Cross“ besichtigen, ein
Felsenkreuz. Einheimischer erzählte uns aber, dass der Weg dahin wegen
einem Feuer gesperrt ist. Wir versuchten dann dorthin zu wandern,
allerdings wurde es dann zu Fuß doch zu weit und wir kehrten um. Auf
unserem weiteren Weg kamen wir an eine weitere geflutete Straße, die nun
ein strömender Fluss war. Eigentlich stand dort ein Schild, man sollte
dann einen anderen Weg nehmen, aber mutig wie wir waren probierten wir
die Durchfahrt. Glücklicherweise wurde unser Auto nicht weggespült und
wir schafften es ans andere Ende – auch unser kleiner 4x4 überstand alle
Strapazen unbeschadet, was an dieser Stelle anzumerken ist. Wir
bemerkten, dass wir dann doch einen 4x4 haben, als er auch eine nur für
Geländewagen geeignete Strecke überstand.
Auch eine zweite
geflutete Straße überstanden wir trocken und unbeschadet. Die Strecke
nach Ceres zog sich in die Länge, aber unser Benzin reichte bis zur
nächsten Tankstelle. Wir kamen auf dem Rückweg aber an einem weiteren
Highlight vorbei. In der Region rund um Citrusdal herrscht auch im
südafrikanischen Winter mediterranes Klima – perfekt für ( ihr ahnt es
sicher schon) Zitrusfrüchte. Nachdem wir an Zitronenbäumen vorbei kamen,
mit denen wir schon komische Erfahrungen hatten. ( Wir pflückten eine
Mischung aus Zitrone und Orange, die einfach nur sauer und komisch
waren, aber hübsch aussahen und Benny Magenschmerzen bereiteten).
Jedenfalls vermieden wir die sauren Früchte und hielten lieber an dem
rießigen Mandarinenfeld. Uns kam auch der nette Bauer auf seinem Traktor
entgegen, der uns sicher gern ein paar seiner Mandarinen abgab.
Wichtige Info zu dieser Geschichte: Bennys erster Satz: „Wir können die
nicht pflücken, das ist illegal!“. Bennys zweiter Satz: „Lasst uns
gleich einen ganzen Ast mitnehmen!“. Geli und Benny entpuppten sich als
prima Mandarinenpflücker und ich dokumentierte deren illegale
Machenschaften. Mit gefülltem Kofferraum ging es nach Ceres, das
ebenfalls für seinen Obstbau bekannt ist. Wir fuhren den „Deine Mudder
Pass“ wie ihn Benny nennt, da er mir den Namen für den Blog nicht nennen
möchte. Den Pass sind wir schon mal auf dem Rückweg von unserer
„Inverdoorn Safari“ gefahren. Es war schön die dortige Vegetation noch
einmal zu sehen und Geli sah diese zum ersten Mal. Auf dem Rückweg
fuhren wir zu letzten Mal unseren Arbeitsweg durch das Weingebiet der
Durbanville Hills und fotografierten den seriösen Doktor im Township
bzw. dessen Praxis. Benny holte sich natürlich gleich einen Termin^^.
Ja
unser Sonntag endete überraschend edel mit einem unglaublich schönen
Abschlussessen am Bloubergstrand. Wir besuchten ein Restaurant direkt am
Strand, wo wir einen tollen Untergang mit Tafelberghintergrund genießen
konnten. Uns wurde es nach dem Sonnenuntergang im Meer aber etwas kalt,
weswegen wir innen in der Nähe des Kamins Platz nahmen. Wir testeten
die Toiletten und mein erstes Wort war „Oh mein Gott“, sowas hatten wir
echt noch nicht gesehen. Luxus pur mit einem antiken Sofa, dekorierten
Regalen uns Kerzen. In den Waschbecken waren Steine, frische Blumen und
Muscheln, unglaublich toll. Wir gönnten uns ein leckeres Rindersteak und
stimmten uns auf die letzte gemeinsame Urlaubwoche ein, die wir auf der
Garden Route verbringen werden.
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| Straße komplett überfludet! |
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| Analyse! |
Es warten zahlreiche Highlights
zum Abschluss auf uns (jedenfalls für Linda’s Abschluss, Benny hat ja
glücklicherweise noch einen tollen Monat vor sich). Freut euch auf tolle
Bilder und lasst euch von unserer letzten Woche überraschen. Denn dann
heißt es vom Westkap zum Ostkap……go east!!!
Euer Benny und Linda









































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