Sonntag, 7. Juli 2013

Let´s go wild!



and see the big 5!!!
Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen der wilden Tiere Südafrikas, hier unser Bericht für euch:
Doch bevor wir zu den vielen niedlichen Tierchen kommen unser Bericht von unseren Kinderheimbesuch am Donnerstag. Detlev, unser Chef, fährt dort schon seit Jahren hin und verteilt Spenden an zwei Kinderheime in der Nähe von Stellenbosch. Wir kauften also genügend Süßigkeiten und Luftballons für die Kinder. Im ersten Kindergarten sind Kinder untergebracht, die abends wieder zu ihrer Familie zurückkehren können. Der Standard verglichen zu deutschen Kindergärten ist niedrig aber dennoch ist die Kita liebevoll eingerichtet und die Betreuerinnen sind mit Liebe bei der Arbeit. Wir wurden sowohl von den Kindergärtnerinnen als auch den Kindern herzlich empfangen und konnten eine lustige Zeit mit Ihnen verbringen. Es ist schön zu sehen, dass sich die Kinder auch so an Kleinigkeiten erfreuen können, wie es jedes Kind tun sollte! Weiter ging es zu einem zweiten Kinderheim, welches mehr Spenden bekommt. Die Eltern der Kinder sind oft drogenabhängig, weswegen auch hier gut für sie gesorgt wird. Hier sind sogar kleine Babys untergebracht. Alle machten Mittagsschlaf, weswegen wir leise den Nikolaus spielten. Anschließend ludt Detlev und zu einem Kaffee auf einer schönen Weinfarm ein. Er gab uns den Tipp, hier einmal in wunderschöner Kulisse zu heiraten. (Josi und Jan, da wisst ihr Bescheid^^). Bevor es wieder ins Office ging, klauten wir in dem schönen Garten Früchte - eine Mischung aus Zitrone und Orange. Natürlich wollten wir diese gleich probieren. Enttäuschenderweise schmeckten sie eigentlich nur nach Zitrone. Benny verbrachte den restlichen Abend auf Toilette….zum Wochenende war er aber wieder fit.

Die Weingegend rund um Stellenbosch ist einfach traumhaft schön!
 






Es ist schön zu sehen, dass man Kindern auch mit kleinen Dingen ein Lächeln in ihr Gesicht zaubern kann!!
Unser Wochenende begann wie das letzte aufhörte – süffig. Wir gingen mit Julia, Flo und Geli ins „Dubliner“ auf der Long Street. Nach lustigem Vorglühen bei uns mit kleinen Spielchen, starteten wir fröhlich zur wohl pulsierendsten Straße Kapstadts. Es hieß Hände in die Hosentaschen, hier sind einige Diebe im nächtlichen Trubel unterwegs. Ein Club reiht sich an den anderen und hier zeigt sich wieder einmal wie die Südafrikaner feiern können. Schon beim Betreten des Clubs herrscht eine super Stimmung und alle tanzen und haben Spaß von Anfang an. In der unteren Etage lauschten wir einer Liveband, die tolle Songs zum Mitsingen spielte. Gut gelaunt ging es auf die Tanzfläche in der oberen Etage. Es ist unglaublich wie viele Leute man dort in so kurzer Zeit kennenlernt bzw. wie viele mit einem tanzen wollen. Wer hier allein hin geht, bleibt nicht lang allein. Die Stimmung war super und das blieb den ganzen Abend so. Am nächsten Tag ging es dann nach Hermanus, zum Whalewatching.
Nach wenig erholsamen drei Stunden Schlaf, fuhren wir 09.00 Uhr nach Hermanus, der Walmetropole am Westkap. Nach zwei Stunden Fahrt erreichten wir die schöne Altstadt und konnten schon die 11.00 Uhr Tour buchen. Eigentlich wollten wir eine Stunde später aufs Meer fahren, aber diese Tour fand an dem Tag nicht statt. Komisch, fanden wir, da doch bestes Wetter mit strahlendem Sonnenschein und windstille war. Naja wir hatten zehn Minuten und zum „New Habour“ zu fahren und konnten rechtzeitig die Tour beginnen. Mit uns gingen ca. 20 bis 30 andere Leute an Bord. Das Boot fuhr zu einer nahegelegenen Bucht, wo ein Naturschutzgebiet liegt, in dem die Wale ihre „Babys“ bekommen. Riesenbabys mit einer Länge von 6 Metern. Erwachsene Wale sind so groß wie unser Boot, also 14 -16 Meter. Das Wasser dort ist angenehm warm für die Wale (10 Grad) und, da sich Wale immer an ihren Geburtsort erinnern, kommen sie jährlich zurück um neue Babys zu gebären. Gleichzeitig ist in diesem Zeitraum von Juni bis November auch Fortpflanzungszeit, so konnten wir einen männlichen und einen weiblichen Wal beim….(ihr wisst schon was) beobachten. Unser Guide gab uns auch darüber Infos und so erfuhren wir, dass auch bei Walen die Weibchen signalisieren, wann es genug ist^^. Nachdem wir viele Posen der Wale beim Auftauchen erblicken konnten, ging die Bootstour zurück. Allerdings durften wir aus Sicherheitsgründen nicht mehr auf dem oberen Deck bleiben und mussten in der unteren Kabine sitzen. Wir bemerken schnell warum: einem nach dem anderem Passagier wurde schlecht und die Spucktüten wurden verteilt. Auch Benny und ich nahmen eine. Die Rückfahrt fühlte sich aufgrund des heftigen Wellengangs unendlich lang an und wir hatten Mühe uns nicht auch zu übergeben. Glücklicherweise hatten wir noch nichts gegessen. Zuzuschauen wie die anderen sich übergaben und die tollen Geräusche zu hören, machte die Situation nicht grade besser. Glücklicherweise schafften wir es bis an Land und waren stolz auf unsere Mägen. Uns war allerdings noch Stunden danach speiübel. Wir genossen die schöne Küste und fuhren noch zu einem Strand. Benny ging zum ersten Mal mit seinen Füßen ins Meer. Nach ein wenig Entspannung am Meer, traten wir total erschöpft die Heimfahrt an. Abends aßen wir dann etwas bei KFC und gingen um 20.00 Uhr schlafen. 





 
 
Denn unser auch der Sonntag begann früh – Aufstehen um 05.00 Uhr. Um 10.00 Uhr sollten wir im „Inverdoorn Game Reserve“ sein und eine Safari machen. Wir erreichten die Lodge früh und hatten noch zwei Stunden Zeit bis es losging. Bei Cookies und Kaffee machten wir es uns am Lagerfeuer bequem. Die Lodge sah echt super aus. Unsere Safari begann in einem typischen Safari-Geländewagen. Wir erwischten glücklicherweise die kleinere Gruppe und waren nur zu sechst, was den Ausflug sehr angenehm machte. Zuerst ging es ins „Cheetah“ – Gehege. Ja, die Tiere leben im Reserve leider nicht in freier Wildbahn, die Zahl der Tiere muss kontrolliert werden im Reserve. Lange Zeit ließen die Geparden auf sich warten. Dann erspähten wir doch einen genetisch schlecht ausgebildeten Cheetah, wie uns der Guide erklärte. Man kann am Schwanz des Geparden die Qualität der genetischen Materials erkennen. Bei dem zweiten Geparden, den wir sahen, war die weiße Spitze des Schwanzes wesentlich blumiger, er war allgemein größer und hatte kräftigere Farben – ein genetisch guter Gepard^^. Weiter ging die Reise zu den Pflanzenfressern. Zuerst erspähten wir einen jungen Giraffenbullen im hohen Gras und erfuhren, zu unserer Überraschung, dass Giraffen auch Knochen abknabbern. Später konnten wir uns einer Giraffenfamilie langsam und vorsichtig, in einem „Bushwalk“ nähern. Wir kamen nah an die Tiere heran und verscheuchten Sie zum Glück nicht, sodass wir einige Schnappschüsse ergattern konnten. Zurück im Jeep sahen wir die Rhinos, ganz nah, da das männliche Nashorn gerade die Straße überquerte. Das Nashorn ist eines der „Big 5“. Die Big 5 ist eine Liste an Wildtieren, die von Jägern erstellt wurde. Es sind die am schwierigsten zu jagenden Tiere bzw. die für den Menschen am gefährlichsten, da sie schwer zu töten sind in Notsituationen. Eigentlich sind die schwarzen Nashörner die gefährlichen der Big 5, aber die weitverbreiteten grauen Nashörner, die weniger aggressiv sind, kommen häufiger in Südafrika vor und lassen sich besser vermarkten. Ihr seht wir bekamen jede Menge background Informationen. Weiterhin sahen wir verschiedene Antilopenarten und in direkt an der Straße einen weiteren der Big 5, den Büffel. Er ist der gefährlichste der Big 5, da man ihn nur durch einen Schuss in die Nase erlegen kann. Wenn er gereizt wird, tötet er seine Gegner und es gibt keine direkten Warnsignale für den Angriff. Deshalb sind schon viele Menschen durch diese Art gestorben. Haltet euch also fern!!! Auf der Liste der Big 5 konnten wir auch die Elefanten abhaken. Es können nur zwei Bullen gehalten werden, da sie sonst eine Familie gründen würden, die Familie zu groß wird und man diese nicht trennen kann. Trennt man eine Familie, merken sich die Elefanten diese Tat des Menschen und sie werden es ein Leben lang nicht vergessen. Solche aggressiven Problemelefanten sind natürlich nicht wünschenswert und eine Umsiedlung einer ganzen Familie auch unschön. Auch Punkzebras konnten wir aus nächster Nähe sehen. Anders als Pferde haben sie eine kurze Mähne und ihr weißes Fell ist länger als das schwarze, weswegen sie eigentlich weiß-schwarz sind. Zuletzt besuchten wir das Löwengehege, wo drei Löwen wohnen, die ursprünglich auf Jagdsafaris sterben sollten. Löwenjagdsafaris sind in Südafrika illegal, trotzdem finden sie anscheinend noch statt. Die Löwen werden in kleinen Käfigen fettgefüttert und dann gejagt. In freier Wildbahn können Sie nicht mehr leben. Leider haben sie sich an diesem Tag vor uns versteckt, sodass wir nur drei der Big 5 sahen. Den Leopard und Löwen haben wir ja aber schon in Oudtshoorn gesehen, weswegen wir unsere Big 5 Liste nun abhaken können. Rechnet man die Wale ein haben wir sogar die Big 6 gesehen. Zurück in der Lodge bekamen wir ein tolles drei Gänge-lunch in der Sonne serviert. Nach meinem Toilettenbesuch war ich kurzzeitig erschrocken als ein Gepard vor mir stand, der leistete uns dann beim Mittagessen Gesellschaft. Wir wünschten uns wieder Kinder zu sein, da unfairer Weise nur die den Geparden streicheln durften, außer ein Junge, der erst vier war und als Fressen angesehen werden würde. Geparden jagen nur selten Tiere, die größer sind als sie selbst, da es sonst zu gefährlich für sie wird. Dennoch waren sie die beeindruckendsten und elegantesten Tiere auf unserer Safari. Nach einem Erinnerungsfoto, traten wir den Heimweg diesmal nicht durch den 4 km langen Tunnel, sondern über einen Bergpass an. Natürlich mussten wir bei dieser schönen Kulisse wieder viele Fotostopps einlegen. So endete unser wildes Wochenende mit tollen Eindrücken aus dem einzigartigen Tierreich Südafrikas. 

 




 
 









Typische Straße
 

Schnee auf dem Gipfel!


  



 






 
Sonnenuntergang vom Apartment aus
Bis zur nächsten Woche ihr Lieben!!!
Liebe Grüße aus dem wunderschönen Kapstadt.
Eure Linda und Benny



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